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Sklaverei auf Italienisch

Im Mai 2007 wird auf dem Friedhof der Kleinstadt Cerignola im süditalienischen Apulien Mauergrab von Dariusz Olszewski geöffnet. Die Todesursache des jungen Mannes aus einem Dorf in Westpolen ist nach zwei Jahren noch immer unklar: Er starb auf einem Tomatenfeld, angeblich vor Erschöpfung. Dariusz war einer von Tausenden illegaler Saisonarbeiter, die Jahr für Jahr zur Tomatenernte in das sogenannte Sklavendreieck zwischen Cerignola, Candela und San Severo strömen. Von dubiosen Arbeitsvermittlern in ihrer Heimat angeheuert, schufften sie zu Dumpingpreisen unter Aufsicht bewaffneter Vorarbeiter. Arbeits- und Menschenrechte bleiben dabei auf der Strecke. Ohne Sklavenarbeit, so scheint es, könnten die apulischen Bauern und weiterverarbeitende Betriebe kaum mehr der internationalen Konkurrenz standhalten. Denn seit einigen Jahren überschwemmt billiges Tomatenmark aus Fernost den italienischen Markt - geschätzte 100 Millionen Kilo pro Jahr, teils legal, teils illegal importiert. Die italienischen Erzeuger reagieren nicht nur mit sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen, sondern auch durch aggressive Exporte in die Dritte Welt. Inzwischen wurden in einer koordinierten italienisch-polnischen Großrazzia zwei Dutzend Schlepper in Polen und Italien festgenommen. Auf den Feldern werden mit großem Polizeiaufgebot Kontrollen durchgeführt. Für Darek Olszewski, den Toten von Cerignola, und für andere "ungeklärte Todesfälle", sowie für Dutzende von spurlos Verschwundenen kommt diese Hilfe zu spät.









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Sklaverei auf Italienisch

Documentary

45' / 52'

Film by:
Thomas Giefer, Rena Giefer, Karl Hoffmann

Production:
CON VOI FILM for WDR / ARTE

World sales:
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