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WO IST DIE MAUER?
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Im Herbst 2009 jährt sich ein historischer Tag zum 20. Mal: der Fall der Berliner Mauer. In den Köpfen vieler ist sie noch präsent, doch für die jüngere Generation ist sie nur Geschichte und meist unauffindbar. Was ist aus der Berliner Mauer geworden? Hat sie sich in Luft aufgelöst? Wo sind die Reste geblieben? Und welche Geschichten verbergen sich hinter den Menschen, die ihre Fragmente horten oder ein Geschäft damit machen? Am 12. November 1989 begann die offizielle Demontage, die bereits Ende 1990 weitestgehend abgeschlossen wurde. Die Mauer, die noch 100 Jahre hätte stehen sollen, wurde über Nacht mobil. Seither sind nur an wenigen Stellen des wiedervereinigten Berlins Reste des antiimperialistischen Schutzwalls erhalten. Der Hauptprotagonist dieses Film ist somit ein Ding, das nicht mehr da ist, das aber nicht nur im Alltag Berlins noch immer präsent ist. Auch weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus existiert die Mauer in Vorstellung und Erinnerung weiter. Der Film wirft einen politisch nicht immer korrekten Blick auf den Umgang mit einer der greifbarsten Hinterlassenschaften des totalitären Systems der DDR. Er zeigt das Abgründige und Skurile bei der Verwertung der Mauerreste, dokumentiert die Leere im Berliner Stadtbild, die die Mauer an vielen Stellen hinterlässt, und erzählt von den Menschen, die sich ihr verschrieben haben.
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