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Lachsfieber
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Marine Harvest ist der größte Aquafarming-Konzern der Welt. Mit jährlich über 100 Millionen Zuchtlachsen versorgt das Unternehmen Konsumenten in Europa, den USA und Japan. Doch zu welchem Preis? Beherrscht wird das weltweite Firmenimperium von John Fredriksen, selfmade-man und einer der reichsten Männer der Erde. In seiner norwegischen Heimat nennt man ihn den ?Großen Wolf?, er selbst bezeichnet sich als ?grün?, ?nachhaltig? und ?transparent?. Doch Unternehmensphilosophie und Realität widersprechen sich, vor allem in Chile, wo Marine Harvest mit 70 Farmen der mit Abstand größte Produzent ist. Chile ist mit seinen kaum vorhandenen Umweltgesetzen ein Paradies für Investoren. Alles was in Europa verboten ist, dürfen die Lachsproduzenten in Chile tun: mit dem Ergebnis, dass die Lachse nach 18 Monaten Mast ein chemisch belastetes Produkt sind. Um das Image der Massentierhaltung im Meer zu verbessern, ist Marine Harvest im April 2008 eine Partnerschaft mit dem WWF eingegangen. Für eine Spende von 100.000 Euro pro Jahr darf Marine Harvest mit dem Panda-Bärchen des WWF für seine industriell erzeugten Mastlachse werben. Ökologisch höchst bedenklich, aber wirtschaftlich sehr erfolgreich: nach einem Einbruch während der Finanzkrise steigen die Aktien des Konzerns allein im Sommer 2009 um 270%. John Fredriksen wird zum Hauptdarsteller in diesem Öko-Thriller aus den Eingeweiden eines global operierenden Nahrungsmittelgiganten
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