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Panzer in der goldenen Stadt - Das Ende des Prager Frühlings
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In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 besetzte eine halbe Million Soldaten aus den sozialistischen Nachbarländern die „brüderliche“ Tschechoslowakei. Dies war das gewaltsame Ende des Prager Frühlings, der als „Sozialismus mit menschlichem Gesicht“ Hoffnung auf Liberalisierung und Demokratisierung in ganz Europa geweckt hatte. Der Film erinnert an die Tragödie im Herzen Europas vor vierzig Jahren. Dabei hatte der Prager Rundfunk eine zentrale Rolle, denn im Rundfunk artikulierte sich der Widerstand gegen die Panzer. Jiri Dienstbier, damals Redakteur, hatte den Widerstand organisiert. Zwanzig Jahre später wurde er Vaclav Havels Außenminister. Fernsehansagerin Kamila Mouckova moderierte mit russischen Maschinenpistolen im Nacken weiter und musste sich wegen dieser Tat zwanzig Jahre lang als Putzfrau durchs Leben kämpfen. Fotograf Josef Raz dokumentierte das blutige Geschehen vor dem Prager Rundfunk in der ersten Woche nach der Invasion. Eine Kugel, mit der ihn sowjetische Soldaten als Zeugen ausschalten wollten, traf nicht ihn, sondern einen unschuldigen Jungen. Filmregisseur Jiri Menzel, 1968 Oscarpreisträger für den besten ausländischen Film, wurde mit Zensur und Berufsverbot belegt. Der Film wird eingerahmt durch die tragische Liebesgeschichte eines deutschen Studenten und eines ukrainischen Mädchens, die fast am Totenbett geendet hätte. Heute sehen sich Ljubov und Herbert in Prag wieder und gedenken der alten Schrecken.
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